Rentenversicherung und private Vorsorge

Möglichkeiten

Zur Verbesserung der Versorgungssituation im Alter gibt es verschiedene Möglichkeiten.

 

Als wichtiger Baustein einer guten Versorgung im Alter und für die Angehörigen gilt immer noch neben dem Erwerb von Immobilien, Investmentanlagen und Aktienerwerb die private Lebens- und Rentenversicherung.

 

Mit einer Absicherung bei Berufsunfähigkeit kann die Lebens- und Rentenversicherung verbunden oder losgelöst vereinbart werden.

 

Bundesaufsichtsamtliche Bestimmungen sorgen dafür, dass private Versicherungsverträge eingehalten werden und Änderungen bestehender Verträge während ihrer Dauer nicht zu Ungunsten der Versicherten geändert werden dürfen.

 

Gegenüber der gesetzlichen Rentenversicherung hat die Lebensversicherung erhebliche Pluspunkte.

 

Mit der privaten klassischen Lebens- und Rentenversicherung besitzt man neben einer Alters -und Hinterbliebenenversorgung eine nicht hoch genug einzuschätzende Flexibilität, vor allem wichtig für Selbstständige.

 

Den Auszahlungszeitpunkt kann man frei vereinbaren.

 

Während der Versicherungszeit kann man die Lebensversicherung jederzeit zur Absicherung von Darlehen verwenden und zur Immobilienfinanzierung einsetzen.

 

Man kann jederzeit den Begünstigten der Leistung für den Todesfall selbst bestimmen und ändern.

 

Bei Ablauf der vereinbarten Versicherungsdauer kann man sich ganz nach seinen Wünschen und Bedürfnissen für eine einmalige Auszahlung des Kapitals oder eine lebenslange Rente oder eine Teilkapitalauszahlung und Teilverrentung entscheiden.

 

Private Vorsorge ist verlässlich, variabel, bedarfsgerecht und mit einer aktuellen Verzinsung zwischen 3-6% äußerst lukrativ.

Probleme durch das Umlageverfahren

Mit ihren Beiträgen an die gesetzliche Rentenversicherung finanzieren vorwiegend die Versicherten die Renten heutiger Rentner.

 

So finanzieren Kinder und Enkel die Rente ihrer Eltern und Großeltern.

 

Dieses Verhältnis von Beitragszahlern zu Rentnern hat sich seit Jahren wegen der sinkenden Geburtenzahlen und der längeren Lebenserwartung aufgrund der immer älter werdenden Bevölkerung erheblich verschlechtert und wird sich in Zukunft weiter dramatisch zuspitzen.

 

Die Altersgrenze für den Bezug der Regelaltersrente (Rente ohne Abzug) wurde von 65 auf 67 Jahre heraufgesetzt.

 

Eine vorzeitige Inanspruchnahme der Altersrente führt zu einer Rentenkürzung bis zu 14,4%.

 

Nur Versicherte, die 45 Versicherungsjahre aus Beschäftigungszeiten und Kindererziehungszeiten nachweisen, erhalten die Rente ohne Abschläge.

Warum trotz hoher Beiträge ihre Rente gering ausfällt

Ihre Rente ergibt sich aus vier Faktoren, von denen Sie als Versicherter jedoch nur einen mit Ihrer Beitragsleistung beeinflussen können: die persönlichen Entgeltpunkte.

 

Aus dem rentenversicherten Einkommen bildet sich der aktuelle Rentenwert, der Rentenfaktor und der Zugangsfaktor.

 

Für diese Faktoren verwendet die gesetzliche Rentenversicherung feststehende Werte.

 

Die Vervielfältigung dieser vier Faktoren ergibt die Monatsrente vor Abzug von Beiträgen zur Kranken- und Pflegeversicherung sowie Steuern.

 

Wenn es um das Thema Rentenversicherung geht, sollten Sie sich zunächst zwei Fragen beantworten:

  • ab wann wollen Sie in Rente gehen?
  • wollen und können Sie Abschläge in Kauf nehmen?

Ob ein Versicherter in den letzten 25, 30, 35 oder 40 Jahren Beiträge zahlte, im Ergebnis ist die zu erwartende Altersrente nicht ausreichend.

 

Ein Selbstständiger, der in den letzten 30 Jahren zum Beispiel ausschließlich nur Regelbeiträge zahlte, muss sich bei Rentenbeginn mit einer Rente ohne Abschlag nach Abzug des Kranken- und Pflegeversicherungsbeitrags mit ca. 820 € zufriedengeben.

 

Diese Rente liegt geringfügig über dem Existenzminimum. 

 

Das heutige Durchschnittseinkommen von Arbeitnehmer liegt bei 3.156 € im Monat.

 

Die Rente beträgt in diesem Beispiel nur knapp ein Viertel davon.

 

Wenn das aktuelle Einkommen, egal ob als Arbeitnehmer oder als Selbstständiger, darüber liegt, dann muss schnellst möglich mit zusätzlicher Vorsorge begonnen werden, da hier die Einkommensverlust im Alter deutlich höher liegt.

 

Arbeitnehmer mit einem Gehalt über der Beitragsbemessungsgrenze sollten die Bruttofreibeträge über ihren Arbeitgeber unbedingt ausschöpfen, denn dazu sind sie da.

 

Mit einer privaten oder betrieblichen Altersvorsorge kann nie früh genug begonnen werden und ist unausweichlich, egal ob Mann oder Frau und egal vom ausgeübten Beruf.

Eine ausreichende gesetzliche Rente gibt es nicht

Mit dem aktuellen Beitragssatz von 18,6% bei Arbeitnehmern kann die gesetzliche Rentenversicherung langfristig nicht auskommen.

 

Die Bundesregierung und das Bundesministerium für Arbeit und Soziales erwartet, dass der Beitragssatz bis zum Jahr 2045 bis 23,6% steigen wird.

 

Nicht nur höhere Beitragssätze verteuern die Altersversorgung, sondern auch die Kluft zwischen Lohnentwicklung und den nicht regelmäßigen Rentenanpassungen.

 

Für einen Beitrag von monatlich 1.569,40 € errechnet der Rentenversicherungsträger eine Bruttorente von 4,77 €, die nach Abzug des Kranken- und Pflegeversicherungsbeitrags von 11,1% einen Rentenzahlbetrag von 4,24 € ergibt.

 

Aktuell gibt es für je 100 € Beitrag an die gesetzliche Rentenversicherung einen Rentenzahlbetrag von nur 0,40 €, also 40 Cent.

 

Im Jahr 2045 nur noch 0,27 €, also 27 Cent.

 

Auch ohne gesetzliche Rentenversicherung kann ein Versicherter bei Selbstverwaltung seines Geldes aus dem Betrag von 37.010 € fast 31 Jahre lang leben, z.B. mit 67 Jahren bis zum 97. Lebensjahr und die entsprechende Leistung der gesetzlichen Rentenversicherung von 100 € monatlich entnehmen.

 

Will man seine Kapitalentnahme jedes Jahr um 2% aufgrund der Inflation erhöhen, ist dies durch die entsprechende Geldanlage möglich.

 

Es ist nur ein Beispiel an dem man erkennt wie schwach das deutsche Rentensystem ist und aufgrund der demografischen Entwicklung noch werden wird.

 

Das Beitrags- und Leistungsverhältnis wird sich weiter verschlechtern.  

Rentenzahlbetrag

Der Zahlbetrag ist die Rente nach Abzug der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge (KV+PV).

 

Der KV-Beitrag beträgt 7,3% zuzüglich des individuellen Zusatzbeitrags der Krankenkasse (durchschnittlich 1%). Zusätzlich trägt der Renten den vollen Pflegeversicherungsbeitrag von 2,8% bei Kinderlosen (mit Kindern 2,55%).

 

Freiwillig und privat krankenversicherten Rentnern werden die KV+PV-Beiträge nicht abgezogen.

 

Sie erhalten einen Zuschuss bis zu 7,3% der Bruttorente zur Begleichung ihrer Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge.

 

Bei Rente spricht man in aller Regel von Altersrente. Was viele aber nicht wissen: es gibt verschiedene Renten und Zugangsbedingungen.

  • Regelaltersrente
  • Altersrente für besonders langjährig Versicherte
  • Altersrente für langjährig Versicherte
  • Altersrente für schwerbehinderte Menschen
  • Altersrente wegen Arbeitslosigkeit oder nach Altersteilzeit
  • Altersrente für Frauen
  • Erwerbsminderungsrente
  • Hinterbliebenenrente

Die Regelaltersgrenze wurde schrittweise von 65 auf 67 Jahren angehoben.

 

Für alle ab 1964 Geborene gilt die Regelaltersgrenze mit 67 Jahren.

 

Jeden Monat wo man früher in Altersrente geht werden Abschläge fällig.

 

Der Abschlag beträgt 0,3% der Rente pro Monat und höchstens 14,4%. Dieser gilt lebenslang. 

 

Eine Ausnahme gibt es für besonders langjährig Versicherte.

 

Nur für schwerbehinderte Menschen gibt es die Möglichkeit bereits mit 60 Jahren in Rente zu gehen.

Rechengrößen 2018 der Sozialversicherung

  Alte Bundesländer Neue Bundesländer
Beitragsbemessungsgrenze Renten-, Arbeitslosenversicherung 6.500,00 € 5.800,00 €
Beitragssatz Rentenversicherung 18,6% 18,6%
Beitragssatz Arbeitslosenversicherung 3,0% 3,0%
AG-Beitrag für geringfügig Beschäftigte im gewerblichen Bereich / Privathaushalte 15% / 5% 15% / 5%
Bezugsgröße gesetzliche Rentenversicherung 3.045,00 € 2.695,00 €
Mindestbeitrag gesetzliche Rentenversicherung für freiwillig Versicherte 83,70 € 83,70 €
Regelbeitrag für pflichtversicherte Selbstständige 566,37 € 501,27 €
1/2 Regelbeitrag für Selbstständige 283,18 € 250,63 €
Höchstbeitrag für Pflichtversicherte 1.209,00 € 1.078,80 €
Höchstbeitrag für freiwillig Versicherte 1.209,00 € 1.209,00 €
Aufwand für 1 € Altersrente im Monat 18,92 € 17,58 €

Die Leistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung dienen lediglich einer Grundabsicherung.

 

Sinkende Einnahmen durch Beitragszahler, längere Ausbildungs- oder Studienzeiten und die steigende Lebenserwartung sind die Probleme der gesetzlichen Renten- bzw. Sozialversicherung.

Rentenerwartung für Arbeitnehmer


Bruttogehalt

Altersrente

mit

63 Jahren

Altersrente

mit

65 Jahren

Altersrente

mit

67 Jahren

Volle

Erwerbs-

minderungsrente

Halbe

Erwerbs-

minderungsrente

Kleine

Witwen-

rente

Große

Witwen-

rente

1.000 €  276 € 313 € 351 € 322 € 161 € 177 € 193 €
2.000 € 521 € 591 € 665 € 574 € 287 € 316 € 345 €
3.000 € 765 € 869 € 978 € 828 € 414 € 455 € 497 €
4.000 € 991 € 1.127 € 1.271 € 1.059 € 530 € 583 € 635 €
5.000 € 1.189 € 1.355 € 1.530 € 1.252 € 626 € 689 € 751 €
6.000 € 1.402 € 1.600 € 1.808 € 1.464 € 732 € 805 € 879 €
6.500 € 1.516 € 1.730 € 1.956 € 1.579 € 789 € 868 € 947 €

 

Angegeben sind die oben genannten Rentenwerte nach Abzug von Kranken- und Pflegeversicherungsbeitrag von aktuell 11,1% (8,3% Krankenversicherungsbeitrag einschließlich 1% Zusatzbeitrag und 2,8% Pflegeversicherungsbeitrag für Kinderlose).

 

Deutliche Unterschiede gibt es bei den Rentenleistungen an Frauen und Männer.

 

Die Altersrente an Frauen lagen weit unter denen der an Männer.

 

Die Gründe finden sich vor allem in den unterschiedlichen Erwerbsbiografien.

 

Männer erreichen weit mehr rentenrechtliche Jahre als Frauen und erzielen durch höhere Entgelte mehr Rente.

 

Vor allem Frauen sollten aufgrund der niedrigen Rentenerwartung eine zusätzliche Altersvorsorge in Form einer betrieblichen Altersvorsorge oder Riester-Rente aufbauen um die staatliche Förderung zu nutzen.

 

Das Beitrags- und Leistungsverhältnis in der gesetzlichen Rentenversicherung stimmt heutzutage aufgrund der demografischen Entwicklung der letzten 50 Jahre nicht mehr.

 

Wer das Verhältnis von Beitrag und Leistung in der gesetzlichen Rentenversicherung nicht kennt, überschätzt im Allgemeinen ihre Leistung.

 

Die Beiträge sind hoch, die Rentenleistungen niedrig.

 

Für je 100 € Beitragsaufwand in der gesetzlichen Rentenversicherung kann ein Versicherter derzeit nur eine monatliche Altersrente von 0,40 € erwarten.

 

Die 2005 eingeführte höhere Besteuerung der gesetzlichen Rente durch das Alterseinkünftegesetz kann den Wert weiter mindern.

 

Eine private oder betriebliche Altersvorsorge ist somit von größter Bedeutung und deutlich effektiver, vor allem für Selbstständige ein absolutes Muss.

 

Wird zählt nämlich nicht das Umlageverfahren, sondern der Beitragsaufwand wird für die eigene Altersvorsorge verwendet. 

 

Hier bedeutet ein Aufschub auch keine Beitragsersparnis, ganz im Gegenteil: je später mit einer privaten oder betrieblichen Altersvorsorge begonnen wird, umso mehr muss man an Beiträgen aufwenden, um sich ein ausreichendes Vermögen in Form von Kapitalauszahlung und/oder einer monatlichen lebenslangen Rente aufzubauen .

Unterschätztes Risiko: Gesetzliche Rente und die Inflation

Die Rentenanpassungen der letzten 15 Jahre liegen deutlich unter der Steigerung der Gehälter und unter dem Anstieg der Verbraucherpreise.

 

Während die Preise um 23,4% stiegen, wurden die Renten nur um 15,4% angehoben.

 

Seit dem Jahr 2005, als die Rentenanpassungsformel geändert wurde, werden die Renten nicht mehr entsprechend der Lohnentwicklung angepasst. 

 

Kann die Rentenanpassung die Inflationsrate nicht ausgleichen, werden die Rentner ärmer.

 

Nicht nur die Inflation, sondern auch unser Steuersystem trägt dazu bei, dass die Rente steuerpflichtiger Rentner an Wert verliert. A

 

n jeder Rentenanpassung, sei es noch so gering, ist der Fiskus beteiligt und erhebt von der nominell gestiegenen Rente mehr Steuern. 

 

Dies schwächt zusätzlich die Kaufkraft der Rente.  


Hinweis der Deutschen Rentenversicherung

Der Bund der Deutschen Rentenversicherung weist Ihre Versicherten auf den zusätzlichen Vorsorgebedarf durch den fehlenden Inflationsausgleich hin.

 

Ab dem 27. Lebensjahr werden die Renteninformationen jährlich an die Versicherten zugesendet.

 

Darauf ist vermerkt: "Da die Renten im Vergleich zu den Löhnen künftig geringer steigen werden und sich somit die spätere Lücke zwischen Rente und Erwerbseinkommen vergrößert, wird eine zusätzliche Absicherung für das Alter wichtiger. "

 

Weiter heißt es: "bei der ergänzenden Altersvorsorge sollten Sie - wie bei Ihrer zu erwartenden Rente - den Kaufkraftverlust beachten."

Abschlagsfreie Rente vor 67 nur für besonders langjährig Versicherte

Für den Bezug der abschlagsfreien Rente müssen Sie 45 Versicherungsjahre belegt haben.

 

Zu den 45 Versicherungsjahren zählen:

  • Pflichtbeitragszeiten aus einer versicherungspflichtigen Beschäftigung und aus einer selbstständigen Tätigkeit
  • Beitragszeiten einer freiwilligen Versicherung. Freiwillige Beitragszeiten werden aber nur angerechnet, wenn mindestens 18 Jahre mit Pflichtbeiträgen aus einer Beschäftigung oder einer selbstständigen Tätigkeit vorliegen. Freiwillige Beiträge in den letzten zwei Jahren vor dem Rentenbeginn werden jedoch dann nicht angerechnet, wenn gleichzeitig Anrechnungszeiten wegen Arbeitslosigkeit vorliegen
  • Zeiten der nicht erwerbsmäßigen Pflege Angehöriger
  • Zeiten des Wehr- und Zivildienstes
  • Berücksichtigungszeiten: Zeiten der Kindererziehung bis zum Alter von 10 Jahren des Kindes und Zeiten der nicht erwerbsmäßigen Pflege Angehöriger von Januar 1992 bis März 1995
  • Zeiten des Bezugs von Übergangsgeld, Krankengeld und Arbeitslosengeld I

Nicht angerechnete Zeiten

Um zu verhindern, dass Versicherte bis zu zwei Jahre vor dem abschlagsfreien Rentenbeginn eine gewollte Arbeitslosigkeit als Versicherungszeit angerechnet erhalten, hat der Gesetzgeber diesem einen Riegel vorgeschoben.

 

Die Zeit der Arbeitslosigkeit zwei Jahre vor Rentenbeginn wird auf die Versicherungszeit nicht angerechnet.

 

Ausnahme: die Arbeitslosigkeit ist ausgelöst durch eine Insolvenz oder Geschäftsaufgabe des Arbeitgebers.

Rentenversicherungspflicht für geringfügig Beschäftigte

Eine geringfügige Beschäftigung bleibt steuerfrei und beitragsfrei in der gesetzlichen Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung.

 

Übt ein Arbeitnehmer mehrere geringfügige Beschäftigungen bei verschiedenen Arbeitgebern aus und hat er keine versicherungspflichtige Hauptbeschäftigung, bleiben die geringfügigen Beschäftigungen steuerfrei und in der Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung beitragsfrei, sofern diese Arbeitsentgelte zusammen 450 € im Monat nicht übersteigen.

 

Hat jedoch ein Arbeitnehmer eine versicherungspflichtige Hauptbeschäftigung, gilt dieses nur für die erste geringfügige Beschäftigung.

 

Für einen Minijobber im gewerblichen Bereich hat der Arbeitgeber insgesamt 31,2% des Arbeitsentgelts an die Knappschaft-Bahn-See zu zahlen.

Arbeitgeberbeiträge für geringfügig Beschäftigte Gewerblicher Bereich Privathaushalte
Gesetzliche Krankenversicherung  13,00% 5,00%
Gesetzliche Rentenversicherung 15,00% 5,00%
Umlage 1 Aufwendungen bei Krankheit (80%) 0,90% 0,90%
Umlage 2 Schwangerschaft/Mutterschutz 0,24% 0,24%
Insolvenzgeldumlage 0,06% 0,00%
Einheitliche Pauschalsteuer 2,00% 2,00%
Gesetzliche Unfallversicherung - 1,60%
Gesamt 31,20% 14,74%

Versicherungspflicht und -Befreiung für geringfügig Beschäftigte

Seit 01.01.2013 sind geringfügig Beschäftigte in einer neu aufgenommenen geringfügigen Beschäftigung automatisch in der gesetzlichen Rentenversicherung versicherungspflichtig.

 

Sie müssen den Unterschied zwischen dem Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung und dem Arbeitgeberanteil alleine tragen.

 

Dabei ist ein Mindestbeitrag festgelegt.

 

Er ergibt sich aus der Berechnungsgrundlage von 175 €, so dass der geringfügig beschäftigte Arbeitnehmer mindestens 6,30 € und höchstens 16,20 € bei einem Arbeitsentgelt von 450 € im Monat für die Rentenversicherung aufwendet.

 

Für die in Privathaushalten geringfügig Beschäftigten beträgt der Rentenversicherungsbeitrag 13,6% des Arbeitsentgelts.

 

Dieser Rentenversicherungsbeitrag ergibt sich aus der Differenz zwischen dem Pauschalbeitrag des Arbeitgebers von 5% (siehe Tabelle oben) und dem vollen Rentenversicherungsbeitrag von 18,6%.

 

Als Vorteile der Rentenversicherungspflicht führt der Rentenversicherungsträger den höheren Altersrentenanspruch, den Anspruch auf die Erwerbsminderungsrente und Reha-Leistungen sowie die Zulagenförderung für die Riester-Rente an.

 

Die private Riester-Rente mit der staatlichen Zulagenförderung von 175 € im Jahr kann der von der Rentenversicherungspflicht befreite Minijobber nur in Anspruch nehmen, wenn der Ehepartner einen eigenen Riester-Vertrag besitzt und für den geringfügig Beschäftigten zusätzlich 5 € im Monat (60 € im Jahr) in einen weiteren Riester-Vertrag fließen.


Hat der geringfügig Beschäftigte ohnehin eine rentenversicherungspflichtige Hauptbeschäftigung, ist er aus der Hauptbeschäftigung zulagenberechtigt.

 

Es bedarf dann nicht der Rentenversicherungspflicht als Minijob um die Förderung in Anspruch nehmen zu können.

Versicherungsfreiheit für kurzfristig Beschäftigte

Zum 1.1.2017 wurde der gesetzliche Mindestlohn auf 8,84 € herausgesetzt.

 

Kurzfristig Beschäftigte sind in der Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung versicherungsfrei, wenn die Beschäftigung von vornherein auf drei Monate oder 70 Tage im Kalenderjahr begrenzt ist.

 

Diese neue Grenze von drei Monaten oder 70 Tagen gilt seit 2015 für eine Übergangszeit von vier Jahren, genau bis zum 31.12.2018.

 

Die Zeitgrenze von zwei Monaten bzw. 50 Arbeitstagen ist für diese Übergangszeit ausgesetzt.

 

Eine kurzfristige Beschäftigung darf nicht berufsmäßig ausgeübt werden, falls das Entgelt über 450 € im Monat liegt.

 

Als nicht berufsmäßig wird eine Beschäftigung von Altersrentnern angesehen oder Beschäftigungen zwischen Abitur und Studium.

Sozialversicherungsbeiträge für Arbeitsentgelte in der Gleitzone

Liegt das Arbeitsentgelt im Bereich zwischen 451 € und 850 € im Monat, befindet es sich in der sog. Gleitzone.

 

Für diese Arbeitsentgelte zahlt zwar der Arbeitgeber seinen Sozialversicherungsbeitragsanteil aus dem vollen Arbeitsentgelt, nicht jedoch der Beschäftigte.

 

Für die Berechnung des verringerten Beitragsanteils des Arbeitnehmers zur Sozialversicherung wird der Beitragsbemessungsbetrag nach einer Formel ermittelt.

 

Aus dem Beitragsbemessungsbetrag sind die gesamten Sozialversicherungsbeiträge zu berechnen, wobei sich der Arbeitgeberanteil aus dem tatsächlichen Arbeitsentgelt errechnet, hingegen der Arbeitnehmeranteil die Differenz zwischen dem zu zahlenden gesamten Sozialversicherungsbeitrag und dem Arbeitgeberbeitrag ausmacht.

Förderung der kapitalgedeckten Altersvorsorge durch die Riester-Rente

Die Förderung der zusätzlichen Altersvorsorge ist im § 10a EStG festgelegt und besteht aus Zulagen oder, wenn günstiger, im Sonderausgabenabzug der Sparleistungen (Eigenleistung und Zulage) bis zu 2.100 € plus 60 € für den mittelbar zulagenberechtigten Ehepartner.

 

Die Zulage wird dem Riester-Vertrag gutgeschrieben.

 

Der Berechtigte muss einen Eigenbeitrag leisten.

 

Dieser beträgt 4% seiner rentenversicherungspflichtigen Einnahmen des vorangegangenen Kalenderjahres abzüglich der Zulagen, mindestens jedoch 60 € im Jahr.

 

Bei geringerem Eigenbeitrag wird die Zulage entsprechend gekürzt.

Grundzulage Kinderzulage Sparleistung Sparhöchstleistung
 175 €

vor 2008 geboren 185 €

 ab 2008 geboren 300 €

4%

2.100 €

+   60 €

Berufseinsteigerbonus

Förderberechtigte, die das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, erhalten einmalig eine um 200 € erhöhte Grundzulage.

 

Unmittelbar Zulagenberechtigte für die Riester-Förderung

  • Rentenversicherungspflichtige Arbeitnehmer und Selbstständige
  • Pflichtversicherte nach dem Gesetz über die Alterssicherung der Landwirte
  • Bezieher von Arbeitslosengeld, Krankengeld oder ALG-II-Empfänger
  • Nicht erwerbsmäßig tätige Pflegepersonen (Pflege von Angehörigen im Haushalt)
  • Wehr- und Zivildienstleistende
  • Geringfügig Beschäftigte (Versicherungspflichtige)
  • Bezieher von Vorruhestandsgeld, sofern diese zuvor pflichtversichert waren
  • Beamte, Richter und Soldaten sowie diesen gleichgestellte Personen, die in der gesetzlichen Rentenversicherung versicherungsfrei sind
  • Vollständig erwerbsgeminderte oder dienstunfähige Personen
  • Kindererziehende bis zur Vollendung des 3.Lebensjahres des Kindes

Produktinformation für Verbraucher

Seit 1.1.2017 müssen alle Anbieter von Riester- oder Basisrentenverträgen (Versicherungsunternehmen, Banken, Fondsgesellschaften, Bausparkassen und Genossenschaften) ein neues Produktinformationsblatt (PIB) erstellen.

 

Die Anbieter müssen ihre Kunden vor Vertragsabschluss in einheitlicher Form über die wesentlichen Merkmale der von ihnen angebotenen Riester- oder Basisrenten informieren, damit die Verbraucher sich vor Abschluss eines Riester- oder Basisrentenvertrages besser über das Preis-Leistungs-Verhältnis der auf dem Markt angebotenen zertifizierten Produkte informieren können.

 

Neben den Leistungen, Garantien und Kosten enthält das PIB den prognostizierten Vertragsverlauf.

 

Der Verbraucher soll somit auch erkennen können, wie chancen- und risikoreich das von ihm gewählte Produkt ist.

Wohn-Riester-Förderung

Nach dem Eigenheimrentengesetz kann der Förderberechtigte eines Riester-Vertrages das geförderte Altersvorsorgekapital zu jedem beliebigen Zeitpunkt in der Ansparphase für den Erwerb, den Bau oder für den barrierefreien Umbau einer selbst genutzten Wohnimmobilie oder zum Erwerb eines lebenslangen Dauerwohnrechts verwenden.

 

Es lässt sich auch zur völligen oder teilweisen Ablösung einer bestehenden Finanzierung verwenden.

  • Tilgungsleistungen können steuerlich begünstigt werden, wenn das Darlehen für die Finanzierung einer selbst genutzten Immobilie eingesetzt wird.
  • Gefördert wird auch der Erwerb weiterer Genossenschaftsanteile, wenn der Förderberechtigte in der betreffenden Genossenschaft wohnt.
  • Der Zulagenberechtigte kann aber auch das geförderte Altersvorsorgekapital für die Entschuldung einer selbst genutzten Wohnimmobilie einsetzen.

Wer mit einem Wohn-Riester-Vertrag ein Haus-Darlehen aufnimmt, erhält einen zertifizierten Darlehensvertrag, sodass die Tilgung des Darlehens staatlich gefördert wird.

 

Die monatlichen Rückzahlungsraten in Höhe von 4% des Vorjahresbruttoentgelts, höchstens jedoch 2.100 € im Jahr (+ 60 € für den mittelbar zulagenberechtigten Ehepartner) führen dazu, dass der Darlehensnehmer die volle staatliche Riester-Zulage erhält, die für die Tilgung eingesetzt werden kann.

Achtung Wohnförderkonto

Während bei einer allgemeinen Riester-Rente die Besteuerung der Rente bei Beginn der Rentenzahlung einsetzt, wird bei der Wohn-Riester-Förderung ein fiktives Wohnförderkonto angelegt.

 

Auf diesem Konto wird der Betrag der staatlich geförderten Tilgungsleistungen und die Zulagen am Ende des Jahres um 2% erhöht.

 

Am Ende der Auszahlungsphase ist der fiktiv angesammelte Betrag zu versteuern, ganz egal ob eine Rentenleistung aus dem Vertrag bezogen wird oder das Kapital in der Immobilie steckt.

 

Beispiel:

Man hat für seine Wohn-Riester-Förderung eine Dauer von 30 Jahren bis zum Alter 65 vereinbart.

 

Die Tilgung für das Hausdarlehen erfolgte 30 Jahre aus der Wohn-Riester-Förderung.

 

Der Besteuerung unterliegt der fiktive Betrag auf dem Wohnförderkonto.

Eigenaufwand und Zulage je Jahr insgesamt 1.600 € = 48.000 €
Erhöhungsbetrag 2% pro Jahr = 18.207 €
zu versteuernder fiktiver Betrag = 66.207 €

Es ist dem Geförderten freigestellt, die Besteuerung jährlich oder in einer Summe vorzunehmen.

 

Bei der jährlichen Besteuerung ist das auf dem Wohnförderkonto errechnete Kapital bis zum 85. Lebensjahr des Geförderten gleichmäßig zu verteilen und der Teilbetrag jährlich für 21 Jahre lang zu versteuern.

 

Bei Wahl der einmaligen Besteuerung sind 70% des fiktiven Gesamtbetrags zu versteuern.

 

Wenn ein Zulagenberechtigter sein angespartes Kapital aus einem Wohn-Riester-Vertrag für andere Zwecke als dem Erwerb einer selbst genutzten Immobilie entnehmen möchte, müssen alle Zulagen und die Vorteile aus dem Steuerabzug der Eigenbeiträge und Zulagen zurückgezahlt werden.

 

Darüber hinaus unterliegt der vom Fiskus direkt dem Steuerpflichtigen gezahlte Steuervorteil der neuen Abgeltungssteuer. 

Basis-Rente

Beiträge zur Basis-Rente können zusammen mit Beiträgen zur gesetzlichen Rentenversicherung und Beiträgen zur berufsständischen Versorgung steuermindernd als Altersvorsorgeaufwendungen nach § 10 EStG abgesetzt werden.

 

Ab 2025 sind Altersvorsorgeaufwendungen voll absetzbar.

 

Wie die Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung und der berufsständischen Versorgung, ist auch die private Basis-Rente bei Rentenbeginn ab 2040 voll zu versteuern.

 

Die Rente aus privaten Lebens- und Rentenversicherungen ist dagegen nur mit dem geringen Ertragsanteil zu versteuern, der vom Alter des Rentenempfängers bei Rentenbeginn abhängt und für die gesamte Rentenzeit unverändert bleibt.

 

Dafür können die Beiträge zu dieser flexiblen Vorsorge nicht als Sonderausgaben geltend gemacht werden.

 

Nachdem die Abzugsfähigkeit von Beiträgen für die Basis-Rente durch die Anhebung der Höchstbeiträge nachgebessert wurde, ist der Anreiz größer, sich mit der Förderung des Staates eine zusätzliche private Altersversorgung zu schaffen.

 

Für Selbstständige, die nicht versicherungspflichtig in der gesetzlichen Rentenversicherung sind, ist es die einzige Art, Steuervorteile für den Aufbau einer lebenslangen Rente zu nutzen.

 

Die Riester-Rente ist für sie tabu. 

 

Der Steuervorteil wächst wegen der steigenden Absetzbarkeit des Aufwandes jährlich bis zum Jahr 2025.

 

Je höher das zu versteuernde Einkommen, desto größer ist der Steuervorteil.

 

Der erhobene Solidaritätszuschlag verbessert zudem diesen Steuervorteil.

 

Steuerersparnis bei einem Jahres-Altersvorsorgeaufwand zur Basis-Rente von beispielsweise 3.000 € (monatlich 250 €)

(Verheiratete)

Zu versteuerndes Einkommen Steuerersparnis 2018 Steuerersparnis 2019 Steuerersparnis 2020
40.000 € 717 € 734 € 712 €
50.000 € 776 € 793 € 770 €
60.000 € 836 € 857 € 830 €
70.000 € 897 € 918 € 890 €
80.000 € 958 € 979 €  948 €
90.000 € 1.107 € 1.040 € 1.008 €
100.000 € 1.076 € 1.101 € 1.068 €

Erwerbsminderungsrente

Einen Anspruch auf eine Rente bei Erwerbsminderung haben Sie, wenn Sie Wartezeit von 5 Versicherungsjahren erfüllt haben und in den letzten 60 Monaten vor Eintritt der Erwerbsminderung mindestens für 36 Monate Pflichtbeiträge gezahlt wurden.

 

Das bedeutet, dass ein Selbstständiger zwei Jahre nach seiner Pflichtbeitragszeit seinen Schutz bei Erwerbsminderung verliert.

 

Durch diesen nicht vorhandenen gesetzlichen Schutz bei einer Erwerbsminderung sollten gerade Auszubildende und Berufseinsteiger eine Berufsunfähigkeitsvorsorge zur privaten Absicherung beantragen.

Selbstständige

Die gesetzliche Rentenversicherung ist seit jeher das Alterssicherungssystem der Arbeiter und Angestellten.

 

Im Gegensatz zu Arbeitnehmern stellt sie den meisten Selbstständigen noch frei, ihr als freiwillig Versicherte oder als Pflichtversicherte beizutreten.

 

Vor dem Hintergrund der steigenden Belastungen der gesetzlichen Rentenversicherung durch die demografischen Veränderungen wir die Forderung der Einbeziehung aller Selbstständigen in die gesetzliche Rentenversicherung lauter.

 

Für einige der knapp über 4 Millionen Selbstständigen sieht die gesetzliche Rentenversicherung eine befristete oder dauerhafte Pflichtmitgliedschaft vor.

 

Den meisten Selbstständigen steht es jedoch frei, ihr als freiwilliges Beitragsmitglied anzugehören. Selbstständige bestimmter Berufsgruppen gehören als Pflichtmitglied einem öffentlich-rechtlichen berufsständischen Versorgungswerk an und sind von der gesetzlichen Rentenversicherung befreit.

 

Selbstständige, die keinem berufsständischen Versorgungswerk angehören, steht die Möglichkeit offen, innerhalb von fünf Jahren nach Aufnahme der selbstständigen Tätigkeit die Pflichtmitgliedschaft in der gesetzlichen Rentenversicherung zu beantragen.

 

Immer weniger Selbstständige zahlen, sofern sie nicht versicherungspflichtig sind, regelmäßig Beiträge zur GRV. Als freiwillig Versicherte haben sie gegenüber Pflichtversicherten keinen Schutz bei Erwerbsminderung. Künstler und Publizisten sind versicherungspflichtig.

 

Sie haben den Vorteil, nur den halben Rentenversicherungsbeitrag zahlen zu müssen.

 

Die andere Beitragshälfte trägt der Bund und die Unternehmen, die künstlerische Leistungen verwerten.

 

Selbstständige, die der Pflichtversicherung in der gesetzlichen Rentenversicherung kraft Gesetzes oder aufgrund ihrer persönlichen Entscheidung angehören, müssen Beiträge dem staatlichen Rentensystem anvertrauen, also nicht der eigenen Vorsorge, von dem sie im Gegensatz zu eigenen privaten Vorsorge keine festen Leistungszusagen erhalten.

 

Durch ihre Zugehörigkeit als Pflichtversicherte sind sie zwar nicht von Leistungen ausgeschlossen wie freiwillig Versicherte, die keinen Schutz bei Erwerbsminderung haben und meist die Voraussetzung für eine abschlagsfreie Rente mit 63 oder 65 Jahren nicht erfüllen können, aber eine Garantie für eine Rente, die ihnen mehr als das Existenzminimum sichert, erhalten sie nicht. Pflichtversicherte müssen den Regelbeitrag von monatlich 566,37 € entrichten.

 

Mit diesem Beitrag haben sie ein monatliches Einkommen von 3.045 € versichert, dies entspricht knapp dem Durchschnittsentgelt der Arbeitnehmer.

 

Deshalb kann die zu erwartende gesetzliche Rente nicht höher sein als die eines Durchschnittsverdieners.

 

Wenn bis zur Vollendung des 65. Lebensjahres 45 Beitragsjahre zusammenkommen würden, kann der Versicherte die Altersrente für besonders langjährig Versicherte ohne Abschläge beantragen.

 

Dafür würde die Deutsche Rentenversicherung 305.839,80 € kassieren.

 

Ein sehr guter Kapitalstock, wenn man es in die eigene private Vorsorge investieren würde.

 

Denn dadurch würde man eine private Altersvorsorge mit deutlich mehr Leistungen bekommen.

Regelbeitrag

Der monatliche Regelbeitrag orientiert sich nach der Bezugsgröße.

 

Die Bezugsgröße ist das Durchschnittsentgelt aller Versicherten in der gesetzlichen Rentenversicherung, aufgerundet auf den nächsthöheren durch 420 teilbaren Betrag.

 

Sie verändert sich zum 1.1. eines jeden Jahres nach der Veränderung der Durchschnittsbruttoentgelte in der GRV.

Halber Regelbeitrag in den Anfangsjahren

Damit pflichtversicherte Selbstständige in den Anfangsjahren nicht zu stark mit Rentenversicherungsbeiträgen belastet sind, dürfen sie bis zum Ablauf von drei Kalenderjahren nach Aufnahme der selbstständigen Tätigkeit den halben Regelbeitrag zahlen.

 

Während dieser Zeit ist der Selbstständige auch nur mit der halben Bezugsgröße rentenversichert.

Vorsorgelösungen für kleine Unternehmen

Mit dem BusinessVorsorgePlan bietet die Allianz Lebensversicherungs-AG dem Firmeninhaber sowie seinen Mitarbeitern erstklassige und speziell auf die Bedürfnisse kleinerer Firmen zugeschnittene Vorsorgelösungen.

 

Wenn es um das Thema Geld und Sparen geht, teilweise bis ins Rentenalter und darüber hinaus, brauchen Sie einen seriösen Partner, der seine Pflichten und Versprechungen auch noch in 20 oder 30 Jahren sicher erfüllen wird.

 

Die Allianz ist Europas finanzstärkster Lebensversicherer und steht bei mehr als 20 Millionen Kunden in Deutschland für Zuverlässigkeit und Sicherheit.  

 

Egal ob private oder betriebliche Altersvorsorge oder Geldanlage: hier erhalten Sie speziell rabattierte Konditionen und Sondertarife, ohne Mitgliedsbeiträge.

 

Kleine Unternehmen oder Betriebe mit mindestens einem sozialversicherungspflichtigen Angestellten erhalten bei Geldanlagen und privater/beruflicher Altersvorsorge, ebenso bei Berufsunfähigkeits- oder Hinterbliebenenvorsorge bessere Sonderkonditionen.

 

Das heißt, im Bereich der betrieblichen Altersvorsorge erhält nicht nur der Geschäftsführer bessere Tarife, sondern auch seine Arbeitnehmer.

 

Gleiches gilt für die private Alters-, Berufsunfähigkeits- oder Hinterbliebenenvorsorge mit vereinfachter Gesundheitsprüfung, auch für die Ehepartner des Geschäftsführers. 

Berufsunfähigkeitsvorsorge mit Bonusleistung

Bei einer privaten Berufsunfähigkeitsvorsorge kann die Beitragsbefreiung sowie die Zahlung einer Berufsunfähigkeitsrente wegen Krankschreibung in Höhe der vereinbarten Berufsunfähigkeitsrente durch einen Plus-Baustein erfolgen, wenn der Versicherte voraussichtlich mindestens 6 Monate ununterbrochen krankgeschrieben ist.

 

Beantragen Sie Leistungen aus der Berufsunfähigkeitsvorsorge und sind Sie mindestens 6 Monate ununterbrochen krankgeschrieben, leistet die Berufsunfähigkeitsversicherung für die Dauer der Krankschreibung eine Rente in Höhe der vereinbarten Berufsunfähigkeitsrente und währenddessen sind Sie von der Beitragszahlungspflicht befreit. 

 

Davon muss mindestens eine Krankschreibung von einem entsprechenden Facharzt ausgestellt worden sein.

 

Die Berufsunfähigkeitsrente wird gezahlt, solange der Versicherte ununterbrochen krankgeschrieben ist und die Leistungsdauer der Berufsunfähigkeitsversicherung nicht abgelaufen ist, längstens jedoch für 18 Monate.

 

Bei der BerufsunfähigkeitsPolice Invest erhalten Sie zusätzlich zu der vereinbarten Berufsunfähigkeitsvorsorge einen Fondssparplan, bei dem Sie  Fondsanteile jederzeit kostenfrei wechseln können.

 

Die Anlagestrategie legen Sie hier selbst fest.

 

Der Bonus darin besteht, dass Sie nach Vertragsablauf die Auszahlung aus dem Fondsguthaben komplett steuerfrei erhalten.

 

Nicht zu vergleichen mit einem herkömmlichen Fondssparplan.

Hinterbliebenenversorgung durch große Witwen-/Witwerrente

Auf die große Witwen-/Witwerrente hat der überlebende Ehegatte/eingetragene Lebenspartner Anspruch, der eine der drei Voraussetzungen erfüllt: entweder ist er mindestens 45 und x Monate alt (wird seit 2012 bis 2029 schrittweise von Alter 45 auf 47 angehoben) oder erwerbsgemindert oder er erzieht Kinder.

 

Ab 2029 muss die Witwe/der Witwer 47 Jahre alt sein, um die große Witwenrente zu erhalten.

 

Kinderlose Ehepaare werden schlechter versorgt als Ehepaare mit Kindern.

 

Der Anspruch des Ehepartners auf eine große Witwen-/Witwerrente verringert sich auf den der Alters- oder vollen Erwerbsminderungsrente abgeleiteten Versorgungssatz von 55%.

 

Sind dem hinterbliebenen Ehegatten/Lebenspartner Zeiten der Kindererziehung in seiner Versicherungsbiografie bescheinigt, erhält er einen Zuschlag zur Witwen-/Witwerrente.

 

Für das erste Kind beträgt der Zuschlag 0,1010 Entgeltpunkte, für jedes weitere Kind 0,0505 Entgeltpunkte.

 

Ist ein Ehepartner vor dem 02.01.1962 geboren und bestand die Ehe vor dem 01.01.2002, bleibt es beim alten Anspruch von 60% für die große Witwen-/Witwerrente.

 

Ein Zuschlag für Kinder entfällt.

Hinterbliebenenversorgung durch kleine Witwen-/Witwerrente

Nach dem Willen des Gesetzgebers soll die kleine Witwen-/Witwerrente keine unterhaltssichernde Funktion haben, wenn die Kriterien für die große Witwen-/Witwerrente nicht erfüllt sind.

 

Deshalb beträgt diese Rente nur 25% der vollen Erwerbsminderungsrente des Verstorbenen.

 

Sie wird für die Zeit von zwei Jahren gewährt, wenn die Ehe nach dem 31.12.2001 geschlossen wurde oder beide Ehegatten nach dem 01.01.1962 geboren sind.

 

Eine Witwenrente reicht generell nie, weder die große noch die kleine.

 

Finanzielle Gründe zwingen Witwen, sich der unzumutbaren Dreifachbelastung von Beruf, Hausarbeit und Kindererziehung auszusetzen.

 

Da der überlebende Ehegatte notgedrungen erwerbstätig sein muss, wird ihm aber die Hinterbliebenenrente gekürzt oder gar nicht erst ausgezahlt.

Freibetrag für Witwen und Witwer

Übersteigt das Einkommen die Freigrenze von aktuell 845,59 € wird die Hinterbliebenenrente um 40% des übersteigenden Nettoeinkommens gekürzt.

 

Dieser Betrag erhöht sich für jedes waisenrentenberechtigte Kind um 179,37 €. Witwen und Witwer müssen sich alle steuerpflichtigen Einkünfte auf eine Hinterbliebenenrente anrechnen lassen, wenn sie nach dem 31.12.2001 geheiratet haben oder beide Ehegatten nach dem 01.01.1962 geboren wurden.

 

Angerechnet werden Renten aus der betrieblichen Altersversorgung, Erlebensfallleistungen aus Lebensversicherungen, Leistungen aus Unfallversicherungen, Einnahmen aus Kapitalvermögen und Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung sowie Gewinne aus privaten Veräußerungsgeschäften.

 

Einnahmen aus den steuerlich geförderten Altersvorsorgeverträgen (Riester-Renten) sind anrechnungsfrei.

Preis- und Leistungs-Sieger bei Altersvorsorge

Hohe Erträge und 100%ige Sicherheit durch professionelles Kapitalanlage-Management garantiert.

 

Die Allianz investiert weltweit breit gestreut und das hoch effizient und nachhaltig.

 

Zusätzlich ermöglicht das professionelle Kapitalanlagemanagement in Verbindung mit dem hohen Anlagevolumen 5-mal günstiger anzulegen als andere institutionelle Anleger.

 

Diese Kostenvorteile werden direkt an die Kunden weitergegeben, deshalb erhalten die Kunden bei der Allianz attraktive Renditen, die über dem Marktdurchschnitt liegen.

 

Die Allianz ist der Lebensversicherer mit der stärksten Finanzkraft in Europa und einer der größten Vermögensverwalter weltweit.

 

Das Anlagevolumen beträgt ca. 250 Milliarden Euro.

 

Mitbewerber haben diese Stärke nicht und müssen sehr konservativ anlegen, um Garantien sicherzustellen und dadurch ergeben sich Kosten- und Renditenachteile für Kunden.

 

Die Lebensversicherungsprodukte der Allianz sind zukunftsfähig und für jeden Anlegertyp vielschichtig geeignet.

 

Durch geringe Kosten ergeben sich hohe Renditen und einzigartige Flexibilität.

 

Der beste und rentabelste Anbieter am Markt im Bereich der Altersvorsorge ist die Allianz.

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